Initiative »Kein Naziaufmarsch in Bad Nenndorf« Gegen Geschichtsrevisionismus und Faschismus, den Naziaufmarsch in Bad Nenndorf blockieren

18Apr/15Off

Grußwort bei Demonstration in Bückeburg

Wir haben heute ein kurzes Grußwort bei der Demonstration gegen die Kriminalisierung antifaschistischer Aktivist*innen in Bückeburg (wie Bad Nenndorf im Landkreis Schaumburg) gehalten:

Liebe Leute,

Repression gegen Antifaschist*innen? Im Landkreis Schaumburg? Das kommt uns doch bekannt vor. Deshalb wollen wir uns mit einem kurzen Grußwort melden, denn nicht immer braucht es viele Worte.

Wir, das ist die Initiative „Kein Naziaufmarsch in Bad Nenndorf“, haben in den letzten Jahren dazu aufgerufen mit Blockaden den Aufmarsch der Neonazis in Bad Nenndorf zu verhindern. 2012 haben wir mit vielen Leuten den Bahnhof blockiert und 2013 mit einer großen Sitzblockade zum ersten Mal den Marsch gestoppt. Zum ersten Mal seit 2006 als die Neonazis um Markus Winter am Wincklerbad marschiert sind, um deutsche Täter*innen in Opfer der Alliierten umzudeuten. Ob Bad Nenndorf oder Bückeburg: Es wird klar, dass es im Landkreis Schaumburg auch personelle Kontinuitäten in der Naziszene gibt.
Wir haben 2013 den geordneten Ablauf am ersten Augustwochenende in Bad Nenndorf durcheinander gebracht. Das gefällt nicht allen. Die Staatsanwaltschaft Bückeburg verschickte Briefe an Menschen, die in der Blockade saßen. Bei vielen wurde das Verfahren eingestellt zusammen mit der Warnung, so etwas nicht nochmal zu machen. Einigen werden Widerstandshandlungen vorgeworfen und teilweise wurden schon Aktivist*innen verurteilt.

Ob Bad Nenndorf oder Bückeburg: Da wo engagiert gegen das Naziproblem vorgegangen wird, wird dieses Engagement kriminalisiert.
Ob Bad Nenndorf oder Bückeburg: Wir werden uns nicht davon Abbringen lassen gegen Neonazis, ihre Aktionen und Aufmärsche auf die Straße zu gehen! Antifaschistische Engagement ist nicht kriminell, sondern notwendig.

Wir senden solidarische Grüße an die Angeklagten, die demnächst in Bückeburg vor Gericht stehen.

Heute sind wir zusammen auf der Straße und setzen ein Zeichen gegen die Repression, weil viele gemeint sind, wenn einige betroffen sind!

Am 1. August sind wir zusammen auf der Straßen und blockieren den Naziaufmarsch, weil wir es schaffen können: Gemeinsam, entschlossen, massenhaft!