Initiative »Kein Naziaufmarsch in Bad Nenndorf« Gegen Geschichtsrevisionismus und Faschismus, den Naziaufmarsch in Bad Nenndorf blockieren

30Apr/13Off

Initiative zieht positive Bilanz zum Infotag in Bad Nenndorf

Die Initiative »Kein Naziaufmarsch in Bad Nenndorf« lud am Samstag unter dem Motto "Lasst uns reden …" zu einem Infotag in Bad Nenndorf ein. Im Vordergrund stand der Austausch mit den Bad Nenndorfer_innen über Strategien gegen den jährlich dort stattfindenden Naziaufmarsch. Dazu kamen rund 30 Menschen zusammen, darunter der Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Nienburg – Schaumburg und Vorsitzende des NSU-Untersuchungsausschusses, Sebastian Edathy.

Das Bündnis Bad Nenndorf ist bunt veranschaulichte anhand von Fotos die Protestaktionen der Bad Nenndorfer_innen in den vergangenen Jahren. In der anschließenden Diskussion zeigte sich, dass diese sich durch den Naziaufmarsch und die damit einhergehenden Polizeimaßnahmen massiv gestört fühlen und diese Situation nicht mehr hinnehmen wollen.

Die Initiative Kein Naziaufmarsch in Bad Nenndorf teilt das Ziel, den Naziaufmarsch endgültig zu verhindern. Ihr Mittel sind Menschenblockaden. "Ein solcher Protest ist nicht nur symbolisch, sondern trägt ganz konkret zur Verhinderung des Naziaufmarsches bei", so die Pressesprecherin Maren Becker. "Durch die offensive Ankündigung von Menschenblockaden gibt es eine hohe Transparenz bei der überregionalen Mobilisierung."

Auch im Kreis Celle gab und gibt es immer wieder Probleme mit Neonazis, die dort Tagungen und Feiern abhielten. Dagegen gründete sich ein Bündnis, in dem sich Parteien, Gewerkschaften, Vereine und Antifa zusammenschlossen und einen gemeinsamen Protest organisierten. Wichtig dabei sei, dass man sich bei aller Verschiedenheit nicht spalten lasse, berichtet eine Vertreterin des Celler Forums gegen Gewalt und Rechtsextremismus.

Maren Becker zieht eine positive Bilanz zum Infotag: "Es war wichtig miteinander ins Gespräch zu kommen. Wir alle haben das gleiche Ziel: Den Naziaufmarsch in Bad Nenndorf endgültig zu verhindern. Das gelingt nur mit einem breiten und vielfältigen Protest!"

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