Initiative »Kein Naziaufmarsch in Bad Nenndorf« Gegen Geschichtsrevisionismus und Faschismus, den Naziaufmarsch in Bad Nenndorf blockieren

4Aug/12Off

PM Nr. 10: Blockaden verzögern Naziaufmarsch in Bad Nenndorf – Erfolg für AntifaschistInnen

Pressemitteilung Nr. 10 der Initiative „Kein Naziaufmarsch in Bad Nenndorf“

Bad Nenndorf, 04. August 2012 Initiative „Kein Naziaufmarsch in Bad Nenndorf“

Blockaden verzögern Naziaufmarsch in Bad Nenndorf - Erfolg für AntifaschistInnen

Der Naziaufmarsch in Bad Nenndorf am 4. August 2012 konnte erst mit viereinhalb stündiger Verspätung starten. Dies ist das Verdienst der etwa 400 Gegendemonstranten, die sich entschieden, den Schritt zur Blockade zu wagen. Dazu hatte die Intitiative "Kein Naziaufmarsch in Bad Nenndorf" aufgerufen. Hierdurch brach der Zugverkehr um Bad Nenndorf zusammen und die Neonazis mussten weite Wege zu Fuß nehmen. Eine Sprecherin der Initiative erklärte: "Aktive AntifaschistInnen haben mit dem Blockadekonzept gezeigt, dass gegen den jährlichen Neonaziaufmarsch, für den Bad Nenndorf inzwischen berühmt ist, nicht nur Protest sondern echte Störung möglich ist." Weiter erklärte sie ihre Hoffnungen für die Zukunft: "An diesen Erfolg gilt es in den nächsten Jahren - hoffentlich unter Beteiligung vieler Bad NenndorferInnen - anzuknüpfen." Die Initiative "Kein Naziaufmarsch in Bad Nenndorf" wurde von über hundert Antifa-Gruppen, Verbänden, Gewerkschaften, Parteien und Einzelpersonen unterstützt.

Letztendlich konnten die Neonazis auf eine TeilnehmerInnenzahl von etwa 450 Nazis nur erreichen, da die Polizei mit Pfefferspray, Schlagstöcken und Pferdeeinsatz friedliche Blockaden räumte um den Nazis den Weg frei zu machen. Ähnlich wie in vorangegangenen Jahren wurden erneut gewaltbereite Neonazis in die Nähe einer erfolgreichen, fast 24-stündigen Pyramiden-Blockade geleitet. Dies zeigt leider einmal mehr, dass die Polizei unter Innenminister Uwe Schünemann (CDU) mehr Interesse an der Durchsetzung des Neonazisaufmarschs hat, anstatt rechtlichen Spielräume zu nutzen und beispielsweise den Aufmarsch zu verkürzen oder ganz abzusagen. Fotos zeigen dabei, dass die Neonazis nur leicht polizeilich begleitet wurden, während AntifaschistInnen Pferde- und Hundestaffeln entgegenstanden. Am Rande des Naziaufmarschs feierten zahlreiche Bad NenndorferInnen.

Das Erlebnis, blockiert zu werden, scheint die Neonazis derart frustiert zu haben, dass sie ihre genehmigte Kundgebung in Hannover am gleichen Abend absagten. Um 12 sollte es für die Nazis in Bad Nenndorf losgehen. Stattdessen wurde gegen halb fünf, nach kilometerweiten Fußwegen gestartet und erst gegen 19 Uhr abgereist. Zu dem Zeitpunkt wollten sie schon in Hannover sein. Dort warteten hingegen schon mehrere hundert AntifaschistInnen. Eine Sprecherin der Initiative erklärte hierzu: "Das Level an Frustration ist derart demotivierend, dass anscheind die Energie fehlt, danach auch noch andere Städte zu terrorisieren. Das zeigt, dass unser Konzept zu nachhaltigen Erfolgen führt. Bisher haben die Neonazis noch jedesmal versucht nach Bad Nenndorf in eine weitere Stadt zu ziehen."

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